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Die Erdmandel, auch Chufa oder Tigernuss genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Es handelt sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze mit Rhizomen, die Feuchtigkeit liebt und an Gewässerrändern wächst.
Die Tigernuss besitzt zahlreiche kleine, essbare Rhizome, die leider kaum im großen Stil angebaut werden, außer in Spanien in der Region Valencia. Ob frisch oder getrocknet, sie wird dort als Chufa bezeichnet.
Cyperus esculentus besitzt lange, schmale und buschige grüne Blätter in Form von Bändern. Das Laub bildet an der Basis einen dichten Horst, was der Pflanze ein leichtes und luftiges Aussehen verleiht.
Die Blüten sind in dichten Rispen an der Spitze des Stängels angeordnet. Sie sind klein, bräunlich oder grünlich gefärbt und bilden federartige Blütenstände. Die Blütezeit ist im Sommer.
Die Früchte besitzen kleine Samen, die von einer dünnen Hülle umgeben sind. Sie entwickeln sich innerhalb der Blütenstände. Ihre Mandeln, die unter der Erde wachsen, haben die Form und Größe einer kleinen Haselnuss.
Die Erdmandelsamen des Cyperus esculentus wachsen in Ähren; sie sind braun und etwa so groß wie ein Reiskorn.
Die Ernte der Erdmandeln erfolgt im Herbst. Dazu werden die Pflanzen ausgegraben und die Erdmandeln eingesammelt. Danach können sie entweder für die Neuanpflanzung im nächsten Jahr aufbewahrt oder getrocknet und verzehrt werden.
Diese krautige Pflanze ist berühmt für ihre kleinen Knollen. Diese sind von hohem ernährungsphysiologischem Wert. Da sie reich an Ballaststoffen ist, ist die Erdmandel von Natur aus glutenfrei, was für Menschen mit spezieller Diät oder Unverträglichkeiten interessant ist. Ihr Geschmack erinnert an Mandeln und Haselnüsse.
Diese originelle Pflanze dient zur Herstellung eines in Spanien, genauer gesagt in der Region Valencia, bekannten Getränks namens "Horchata de Chufa". Dieses traditionelle Getränk ist eine hochwertige Pflanzenmilch.
Sie wird im Allgemeinen frisch oder trocken als Leckerei verzehrt, und es wird eine köstliche Milch daraus gewonnen. Sie kann gemahlen werden und ersetzt dann Mandelpulver. Manchmal werden ihre Rhizome auch zum Angeln auf Karpfen und andere Weißfische verwendet.
Die Erdmandel bevorzugt leichte, lockere und sandige Böden. Sie gedeiht besonders gut in humusreichen und gut durchlässigen Böden. Ein zu kompakter oder lehmiger Boden behindert die Entwicklung und die Ernte der Knollen. Für die Topfkultur ist eine Mischung aus Blumenerde und Sand mit einer guten Drainage am Boden ideal.
Diese Pflanze hat einen hohen Bedarf an Wärme und Licht. Sie sollte an einem sehr sonnigen Ort stehen. Ein Standort in voller Sonne ist unerlässlich, um ein gutes Wachstum und eine optimale Knollenproduktion zu gewährleisten.
Die Erdmandel ist frostempfindlich und daher nicht winterhart. Sie verträgt keine Temperaturen unter -5 °C. Ihr Anbau beginnt im Frühjahr ab Mitte Mai, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
Obwohl sie nach dem Anwachsen kurze Trockenperioden tolerieren kann, hat die Erdmandel einen hohen Wasserbedarf, besonders bei großer Hitze. Der Boden muss feucht bleiben, insbesondere zwischen der Pflanzung und dem Austrieb. Regelmäßiges Gießen, bei trockenem Wetter sogar täglich, fördert einen besseren Ertrag.
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich vegetativ. Dies geschieht durch Teilung der Rhizome oder, üblicher, durch das Pflanzen der Knollen (oft als "Samen" bezeichnet) im Frühjahr.
Die Erdmandel ist wenig anfällig für Krankheiten. Ihre Hauptfeinde sind Nagetiere, vor allem Waldmäuse und Wühlmäuse, die die süßen Knollen am Ende der Saison lieben. Gelegentlich kann Blattlausbefall am Laub beobachtet werden.
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