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Die Echte Guave, auch Guavenbaum oder lateinisch Psidium guajava genannt, ist ein Obstbaum aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Der Baum stammt ursprünglich aus den tropischen Regionen Amerikas und wächst verhältnismäßig langsam. Er ist immergrün und erreicht eine Höhe von etwa 3 bis 6 Metern.
Die Blätter von Psidium guajava sind gegenständig, einfach und oval geformt. Sie sind etwa 5 bis 15 cm lang und haben eine glatte, glänzende Textur dunkelgrün auf der Oberseite und heller auf der Unterseite. Die aromatischen Blätter verströmen einen angenehmen Duft, wenn man sie zwischen den Fingern reibt.
Die Blüten stehen einzeln oder in kleinen Gruppen; sie sind mit 2 bis 5 cm Durchmesser recht groß und bestehen aus fünf meist weißen Blütenblättern sowie zahlreichen dekorativen Staubblättern. Die Blütezeit liegt im Frühjahr und Sommer.
Die Früchte (Guaven) sind ovale Beeren mit einem Durchmesser von 4 bis 10 cm. Die Haut ist grün und wird bei Reife weicher, während das saftige, rosafarbene Fruchtfleisch mit kleinen, hellbraunen Samen (ca. 3 mm Durchmesser) durchsetzt ist.
Wirtschaftlich & Kulinarisch: Die Guave ist weltweit von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Früchte werden frisch verzehrt oder zu Konfitüren, Gelees und Säften verarbeitet. Sie gelten als sehr gesund und vielseitig in der Küche
Medizinisch & Traditionell: Die gewaschenen Blätter können gekaut oder als medizinischer Absud zubereitet werden. In Afrika kaut der Ga-Stamm in Ghana die frischen Blätter bei ethnischen Zeremonien, was einen Zustand ähnlich einem leichten Alkoholrausch hervorrufen soll.
Nicht wegen psychoaktiver oder medizinischer Wirkungen konsumieren; Anbau ausschließlich zur Erhaltung der botanischen Art.
Kulturell: Auf den Philippinen werden die Blätter bei der Zubereitung von Betel (einer Mischung aus Betelblatt, Kalk und Arekanuss) verwendet.
Der Guavenbaum bevorzugt einen gut durchlässigen Boden, der reich an Humus und organischen Stoffen ist. Eine Mischung aus Blumenerde, Kompost und etwas Sand ist ideal. Das Substrat sollte leicht sauer sein (pH-Wert ca. 5,5 bis 7).
Der Baum benötigt viel Licht und sollte an einem Standort in voller Sonne stehen. Mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag sind ideal für das Wachstum und die Fruchtbildung.
Er bevorzugt warme Temperaturen zwischen 20 und 30 °C. Kurzzeitig werden etwas niedrigere Temperaturen toleriert, aber unter 5 °C überlebt die Pflanze nicht. Sie muss daher im Winter geschützt, ins Haus geholt oder nur in sehr mildem Klima im Freien gepflanzt werden.
Besonders während der Wachstumsphasen im Frühjahr und Sommer sowie bei Jungpflanzen muss regelmäßig gegossen werden. Der Boden sollte feucht gehalten werden, darf aber niemals klatschnass sein (Staunässe vermeiden).
Die Vermehrung ist durch Samen oder durch Stecklinge (halbverholzte Triebe) in einem leichten Substrat möglich.
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